Nachhaltige Kunststofflösungen beginnen bei der Materialwahl. Entscheidend ist, welches Material zur Anwendung passt, wie es verarbeitet werden kann und welche Anforderungen an Qualität, Funktion und Nachweisbarkeit erfüllt werden müssen.
Silac prüft gemeinsam mit Kunden, ob Rezyklate, biobasierte Kunststoffe oder zertifizierte Rohstoffe für ein Produkt sinnvoll eingesetzt werden können. Im Zentrum steht nicht der Materialwechsel um jeden Preis, sondern eine tragfähige Lösung für die konkrete Anwendung.


Rezyklate halten Kunststoff im Kreislauf und reduzieren den Einsatz von Primärrohstoffen. Sie stellen aber höhere Anforderungen an Materialprüfung und Prozessführung. Silac prüft früh, ob ein Rezyklat für die gewünschte Anwendung geeignet ist — nach Materialqualität, Funktion, Optik und Serienfähigkeit. Das gilt auch für Ocean Plastic, das Silac gezielt verarbeiten kann.
Biobasierte Kunststoffe werden ganz oder teilweise aus nachwachsenden Rohstoffen oder Nebenströmen hergestellt. Silac testet ausgewählte Materialien direkt im Spritzgussprozess — auf Prozessparameter, Werkzeugverhalten, Materialstabilität und Serienfähigkeit. Denn biobasierte oder faserhaltige Materialien verhalten sich oft anders als klassische Kunststoffe.
Mit ISCC PLUS-zertifizierten Materialien lassen sich nachhaltigere Rohstoffströme entlang der Lieferkette dokumentieren. Das Massenbilanzprinzip ermöglicht es, zertifizierte Rohstoffmengen rechnerisch zuzuordnen und nachvollziehbar auszuweisen.
Neue Rohstoffe müssen sich in der Produktion bewähren. Silac testet alternative Materialien deshalb direkt im Spritzgussprozess und nicht nur theoretisch.
Geprüft werden Prozessparameter, Werkzeugverhalten, Maschinensettings, Materialstabilität, Oberflächenqualität und Serienfähigkeit. Denn Rezyklate, biobasierte oder faserhaltige Materialien verhalten sich oft anders als klassische Kunststoffe.
Diese Tests brauchen Erfahrung, Geduld und eine enge Abstimmung zwischen Entwicklung, Werkzeugbau und Produktion. Bei Silac liegen diese Bereiche unter einem Dach – das erleichtert die praktische Prüfung neuer Materialwege erheblich.

Nachhaltige Materialien brauchen belastbare Nachweise. Mit der ISCC PLUS-Zertifizierung unterstützt Silac Kunden beim Einsatz von recycelten, biobasierten oder massenbilanzierten Rohstoffen – dokumentiert und rückverfolgbar entlang der gesamten Lieferkette.
Beim Massenbilanzprinzip werden zertifizierte Rohstoffmengen erfasst, zugeordnet und geprüft. So lässt sich der Einsatz nachhaltiger Materialien im Endprodukt nachweisbar ausweisen.
Silac ist seit 2024 ISCC PLUS-zertifiziert und erneuert die Zertifizierung jährlich. Für Kunden relevant, wenn:
Für taketray produziert Silac einen tragbaren Taschenaschenbecher aus Recyclingmaterial – auf Wunsch aus Ocean Plastic. Das Produkt zeigt, wie auch anspruchsvollere Rezyklate in einer langlebigen Serienanwendung funktionieren können.
Wir sind zuversichtlich, in Zukunft eine Vielzahl von Kunststoffprodukten aus diesem nachhaltigen Ocean-Rohstoff herstellen zu können.

Gemeinsam mit der ZHAW Life Sciences hat Silac untersucht, ob Nebenströme aus der Lebensmittelindustrie – etwa Kartoffelschalen, Molkenprotein oder Kaffeesatz – als Rohstoffbasis für Kunststoffanwendungen nutzbar sind. Die Vorstudie ist abgeschlossen: Das entwickelte Material ist serienreif. Silac ist bereit für die Umsetzung, sobald Kunden mit entsprechendem Bedarf den nächsten Schritt machen wollen.

Die Medela Brusthütchen-Box zeigt, wie ISCC PLUS-zertifizierte Materialien in einem konkreten Kundenprodukt eingesetzt werden können. Rohstoffströme sind dokumentiert, der Nachweis entlang der Lieferkette ist lückenlos.
Das Massenbilanzprinzip macht es möglich: Zertifizierte Rohstoffe werden erfasst und zugeordnet – das Produktionsverfahren bleibt unverändert.

Silac prüft laufend neue Rohstoffalternativen und berichtet im Newsbereich über Materialtests, Projekte und Zertifizierungen. Dort zeigen wir, welche Ansätze aktuell geprüft werden, welche Erfahrungen wir in der Verarbeitung sammeln und was neue Anforderungen für Kunden bedeuten können.
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