
Produktion, Qualität und Präzision enden nicht beim fertigen Kunststoffteil. Entscheidend ist auch, dass Produkte termingerecht, sicher, sauber und zuverlässig beim Kunden ankommen. Marco Kälin ist seit vielen Jahren als Chauffeur für Silac unterwegs und erlebt täglich, wie wichtig Logistik, Verantwortung und direkter Kundenkontakt sind.
Verantwortung bis zur Anlieferung
Die Anforderungen an Transport und Logistik haben sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Zeitfenster, Sicherheitsvorschriften und zunehmender Verkehr prägen heute den Alltag auf der Strasse. Gleichzeitig bleiben Zuverlässigkeit, Sorgfalt und direkter Kundenkontakt zentral.
Im Interview spricht Marco Kälin über Verantwortung im Transport, Veränderungen im Berufsalltag und darüber, weshalb Qualität nicht erst in der Produktion entsteht.

Logistik zwischen Planung und Alltag
Marco, Du bist seit vielen Jahren für Silac unterwegs. Was hat sich bei Kundenanforderungen und Lieferungen in dieser Zeit am stärksten verändert?
Bezüglich Hygiene und Sicherheitsvorschriften ist sehr viel gegangen. Oft sind zum Beispiel Haarnetze oder Leuchtwesten für den Güterumschlag obligatorisch und Sicherheitsschuhe sind mittlerweile fast überall Pflicht.
Viele denken bei Qualität zuerst an die Herstellung eines Kunststoffteils. Welche Bedeutung hat die Logistik für die Qualität?
Die Logistik spielt dabei eine wesentliche Rolle. Denn die termingerechte und unversehrte Ankunft der Ware beim Kunden gehört genauso zum Qualitätsversprechen der Silac.
Wer deinen Lastwagen sieht, merkt schnell, wie sorgfältig du arbeitest. Woher kommt diese Haltung gegenüber Fahrzeug, Material und Produkten?
Ich liebe meinen Job und vor allem meinen Lastwagen, als wäre es mein eigener. Dazu kommt, dass ich eher ein Perfektionist bin.
Direkter Kontakt mit Kunden

Du bist regelmässig direkt bei Kunden vor Ort. Was steht für dich im Umgang mit Kunden im Vordergrund?
Mir ist es wichtig, dass ich die Kunden zur vollen Zufriedenheit bedienen kann.
Mit dieser Einstellung bin ich all die Jahre gut gefahren und es wird auch geschätzt.
Gibt es Situationen im Alltag, in denen Erfahrung und Mitdenken besonders wichtig werden?
Diese Situationen gibt es immer wieder. Die Erfahrung macht sich bei der Tourenplanung sowie allgemein im Strassenverkehr besonders bemerkbar. Das Mitdenken finde ich grundsätzlich wichtig. Umso schöner ist es, wenn dies vom Arbeitgeber auch erwünscht ist.
Familienunternehmen und Verantwortung
Die Produkte der Silac werden schon mein ganzes Leben lang mehrheitlich von unserer Familie transportiert.
Dein Vater war bereits Teil der Silac und heute arbeitest du selbst seit vielen Jahren im Unternehmen. Was macht ein Familienunternehmen im Alltag für dich aus?
Mein Vater war etwa 35 Jahre Chauffeur in der Silac und nach seiner Pensionierung durfte ich diesen Job übernehmen. Die Produkte der Silac werden also schon mein ganzes Leben lang mehrheitlich von unserer Familie transportiert.
Das Familienunternehmen Silac ist schon seit jeher auch Teil unserer Familie. Einfach als eine Nummer in einem Grossunternehmen zu arbeiten, kam für mich nie in Frage.
Wie haben sich Zeitdruck, Planung oder Anforderungen im Transport in den letzten Jahren verändert?
Zeitdruck gab es schon immer. Man darf sich einfach nicht unter Druck setzen lassen und sollte eins nach dem anderen erledigen.
Aber das in den letzten Jahren sehr stark gewachsene Verkehrsaufkommen und die täglichen Staus machen es schon nicht immer einfach. Dazu kommt noch, dass wir bei immer mehr Kunden schon ein bis zwei Tage vor der Anlieferung ein Zeitfenster mit der genauen Anlieferzeit angeben müssen.
Was wird beim Beruf des Chauffeurs aus deiner Sicht oft unterschätzt?
Ich denke, dass die riesengrosse Verantwortung, die man als Chauffeur im Strassenverkehr trägt, oft ziemlich unterschätzt wird. Auch die Wertschätzung dieses Berufs ist oft zu wenig vorhanden, denn Chauffeure sind rund um die Uhr irgendwo für uns unterwegs.
Aber für mich ist es nach wie vor mein Traumberuf.






